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Tolle Sammlung von Baldwin-Loks

Ein holländischer Sammlerfreund sandte mir die folgenden Bilder seiner Sammlung von Baldwin-Loks.

Ich finde, ein sehr schöner Überblick über die verschiedenen Ausführungen dieser gesuchten Modelle, zudem sehr gut präsentiert.

1340-serie-achteraanzicht

1340-serie-vooraanzicht

1340-serie-zijaanzicht

Der Sammler schreibt hierzu:

"What you see on the pictures from left to right is twelve years of Fleischmann's Baldwin VO-660 Road Switcher model history:

1340G (1956), 1340A (1967!), 1340H (1957), 1340C (1963), 1340F (1963), 1340R (1958), 1340S (1955).

It took me a few years to collect these, and found these in Germany, Belgium, US and the Netherlands."

Bilder: Sammlung Jan Piet Barthel

Wenn Sie auch Teile Ihrer Sammlung oder Einzelmodelle vorstellen möchten, können Sie mir Ihre Bilder senden oder direkt hier im Blog veröffentlichen.

Aus vielen Zuschriften weiß ich, dass viele Fleischmann-Sammler daran interessiert sind.

Autor: Peter Effert


Aktualisiert ( Sonntag, 08. August 2010 um 13:14 )

 

Ein schönes und seltenes Schiff

Natürlich ist Fleischmann heute besonders durch Modelleisenbahnen in der Sammlerszene bekannt. Es gibt sicher auch sehr viel mehr Sammler von Modelleisenbahnen als Sammler von anderem Spielzeug, z.B. von Blechspielzeug.

Ursprünglich hat die Fa. Fleischmann aber nur Blechspielzeug mit maritimem Schwerpunkt, insbesondere Schiffen, hergestellt. Fleischmann war führend in der Produktion von Schiffsrümpfen und hat diese auch als Vorprodukte an andere Hersteller geliefert.

Erst durch die Übernahme der Fa. Doll 1938 bekam Fleischmann Zugang zur Modelleisenbahn Spur 0 und zu Dampfmaschinen.

Schiffe wurden von Fleischmann bis 1955/56 gebaut. Der deutsche Katalog von 1956 führt keine Schiffe mehr, der US-Katalog vom selben Jahr zeigt noch ein Restprogramm auf 2 Seiten.

Auch nach dem 2. Weltkrieg baute Fleischmann noch bis 1955 Kriegschiffe, so wie das

Torpedoboot 870/23

Im deutschen Katalog von 1955 wird das Schiff wie folgt beschrieben:

Nr.870/23 Torpedoboot, mit drehbaren Torpedo-
Lancierrohren und Bordkanonen, 23 cm lang

f870-23katalog

Aus Katalog 1955

G322

 

Das Torpedoboot ist aus Blech gefertigt und handlackiert. Ein Uhrwerkmotor treibt die Schiffschraube an. Die Bugkananone sowie die Torpedorohre sind aus Messing gespritzt.

Schiffe sind heute selten in diesem guten Zustand anzutreffen und werden dementsprechend hoch gehandelt.

Wenn man davon ausgeht, daß diese Schiffe als Spielzeug verkauft wurden und man sich vorstellt, daß ein Kind damit in einer Wasserwanne gespielt hat, dann ist es naheliegend, daß Wasser in die Schiffsrümpfe eingedrungen und das Blech und den Uhrwerksmotor zum korrodieren und damit zur Zerstörung gebracht haben.

Autor: Peter Effert

Aktualisiert ( Montag, 26. Juli 2010 um 16:10 )

 

Zur Vervollständigung hier mal einige Bilder des EXPORIT Wagens
in der anderen Werbeverpackung.

exporit-haus3
exporit-haus2exporit-haus1
exporit-haus5

exporit-haus4
exporit-haus6
Autor: Michael Barnickel

Aktualisiert ( Donnerstag, 29. Juli 2010 um 10:32 )

 

Gedeckter Güterwagen "Exporit" für EUR 505,00 bei
eBay verkauft

Bei eBay wurde der seltene gedeckte Güterwagen mit der Aufschrift "Exporit" für EUR 505,00 verkauft. Hier ist das eBay-Angebot:

exporit-angebot-ebay

Ich hatte auf meiner Seite bereits ausführlich über diesen Wagen berichtet.
Den Artikel finden Sie hier.

Das Besondere an dem jetzt verkauften Wagen ist die als Litfaßsäule aus-
gebildete Originalverpackung:

exporit-ebay

Der "Exporit"-Wagen gehörte schon immer zu den gesuchtesten Wagen. Noch aus DM-Zeiten
sind mir Preise zwischen DM 1000-1500 bekannt, auch ohne die extrem seltene Verpackung.

Natürlich werden jetzt wieder viele Sammler sagen, EUR 500 für einen Güterwagen sei zuviel,
aber ein Preis für ein so seltenes Stück entwickelt sich eben aus Angebot und Nachfrage.
Hier sind 2 engagierte Sammler zusammen gekommen, die bereit waren, diesen Preis zu
zahlen.
Ich halte den Preis für fair und angemessen. Ich bin davon überzeugt, daß der Käufer mit
diesem Wagen sein Geld gut angelegt hat, abgesehen von der Freude, diesen Wagen jetzt
zu besitzen.

Duisburg, 23.06.2010

Autor: Peter Effert

Aktualisiert ( Donnerstag, 29. Juli 2010 um 10:40 )

 

Zum Vorbild der Fleischmann-Stromlinienlok 1300

Von einem kompetenten Modellbahner erhielt ich die folgenden Ausführungen zum Vorbild der Stromlinienlok 1300. Dieser Artikel ist m.E. so interessant, daß ich ihn hier mit Zustimmung des Verfassers veröffentlichen möchte:

"Die Anzahl der Vorbilder von Stromliniendampfloks ist überschaubar. Als
stromlinenförmige Tenderdampfloks gab es meines Wissens die Baureihe 61
mit 61 001 und 61 002. Diese 2´C 2´ h2- bzw. 2´C 3´h3-Lokomotiven haben
auf Grund ihrer Bauart und Länge nicht annähernd die Proportionen des
Fleischmann-Modells und scheiden als Vorbild aus.

Also bleibt nur die Baureihe 60. Hierbei handelte es sich um eine
1´B1´h2-Lokomotive, die 1936 von der Fa. Henschel in Kassel für die
seinerzeit sehr innovative Lübeck-Büchener-Eisenbahn (LBE) entwickelt und
gebaut wurde. Die Baureihe war nicht die "kleine Schwester" der Baureihe
61, die für den Henschel-Wegmann-Zug ebenfalls bei Henschel entwickelt
und gebaut wurde, sondern eine eigenständige Entwicklung, die vor der
Baureihe 61 ausgeliefert wurde.

Die Baureihe 60 hatte Kuppelräder mit 1980 mm Durchmesser, eine Länge
von 12380 mm und wurde für den Schnellverkehr mit Doppelstock-Wendezügen
zwischen Hamburg und Lübeck eingesetzt. Die Maschinen konnten vom
Steuerwagen aus fernbedient werden. Zunächst wurden zwei baugleiche
Maschinen ausgeliefert, ein Jahr später eine dritte, etwas schwerere
Lok. 1937 erfolgte die Verstaatlichung der LBE und die Lokomotiven  
wurden als Baureihe 60  in den Reichsbahnbestand eingeordnet.

Im Jahr 1942 wurde 60 001 ausgemustert und verschrottet. Nach Überholung
war 60 003 bis 1954 im Raum Stralsund und 60 002 bis 1958 im Raum Berlin
eingesetzt.

Wenn auch das äußere Erscheinungsbild der Lok von der Fa. Fleischmann
für die damalige Zeit recht gut getroffen wurde, sind die Anschriften
als DB-Maschine reine Fantasie. Am Fahrwerk fehlen Vor- und Nachlaufachse.

Ein weiteres Modell der Baureihe 60 gab es vor einigen Jahren von der
Fa. Lima. Die Formgebung war recht gelungen, aber das Fahrwerk aus
Kunststoff ließ keinen längeren Anlagenbetrieb zu.

Die Informationen stammen aus dem Buch "Dampflokomotiven" von Horst J.
Obermayer, dem "Deutschen Lok-Archiv" von Weisbrod, Müller, Petznick und
dem Buch "Die Baureihe 61 und der Henschel-Wegmann-Zug" von Alfred Gottwald."

Vielen Dank für den Artikel an Peter Brodhage

Aktualisiert ( Freitag, 02. April 2010 um 09:44 )

 
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